Über mich
Mein Name ist Rene, ich bin 1985 geboren und auch ich habe eine Lebensgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Einer meiner schwierigsten Schritte, neben dem Verlust meines Vaters 2008, war Ende 2013, als ich endlich meinen Entschluss gefasst habe: Ich möchte so leben wie ich bin!
Ich habe mich überwunden, egal was es mich auch kostete, meiner Mutter zu sagen, dass ich diesen Weg nun gehen werde. Meine Worte höre ich noch heute: Mir ist egal was ihr oder andere davon halten werdet. Entweder ihr steht hinter mir oder eben nicht. Ich kann nicht mehr anders!
So begann mein Weg von Frau-zu-Mann. Mein Termin bei einer Psychologin (spezialisiert auf Transsexualität) und der Termin beim Psychiater (ebenfalls darauf spezialisiert) standen fest. In mir machte sich eine Erleichterung breit, endlich hörten diese Rückenschmerzen und Kopfschmerzen auf.
Mein Ziel sah ich ganz klar vor Augen: In zwei Jahren habe ich all die notwendigen Operationen hinter mich gebracht. Tatsächlich versuchte mir die Psychologin das auszureden, denn die Chance, dieses Ziel in einer so kurzen Zeit zu schaffen, sei sehr gering. Dennoch hielt ich an meinem Ziel fest.
Wöchentlich nahm ich den Weg zur Psychologin und alle drei Monate zum Psychiater auf mich. Ich durfte lernen, dass es gar nicht schlimm ist, zu einer Psychologin zu gehen und es absolut nichts damit zu tun hat, dass man verrückt sei. Die 18 Monate vorgeschriebene Therapie kamen mir wie eine Ewigkeit vor und doch bin ich für diese Zeit sehr dankbar. Ich konnte dadurch auch einiges aus meiner Vergangenheit aufarbeiten, was mir durch mein „anders sein“ widerfahren ist.
Die benötigten Anträge und all das drumherum sind nicht ohne und so habe ich festgestellt, dass hierfür dringend Anlaufstellen benötigt werden. Ich bin mir sicher, dass Psychologen all das gar nicht mit abfangen können.
Im März 2014 fing ich an, Hormone einzunehmen und im Juni 2014 ging meine Namensänderung gerichtlich durch, welche heutzutage nicht mehr notwendig ist. 2015 hatte ich endlich mit sehr viel Nachdruck den Antrag für die Operation in der Hand und so konnte ich im Oktober zu meiner ersten Operation, welche 9 Stunden dauerte. Mein Wunsch war, meine körperliche Veränderung auf zwei Operationen aufzuteilen. Tatsächlich konnte ich diesen durchbringen. Ich musste 16 Tage in der Klinik bleiben, doch mein Körper war nun meinem Inneren weitestgehend angepasst. Allerdings musste ich zwischen den Operationen sechs Monate warten, und so konnte meine zweite Operation erst im April 2016 stattfinden. Ich wartete also insgesamt 2 Jahre und 4 Monate bis zu meinem letzten Eingriff, bei welchem mir auch die Pumpe eingesetzt worden ist.
Ich war voller Freude und so wuchs der Drang in mir, anderen Menschen helfen zu wollen. Mit vollster Überzeugung kann ich sagen: Auch andere Menschen dürfen ihr Leben leben. Der Gedanke an die Selbstständigkeit, alles Bisherige hinter mir zu lassen und erstmal kein Geld zu verdienen, löste in mir Angst aus. So bremste ich mich selbst wieder aus und ging meinen Weg im Angestelltenverhältnis weiter.
Meine Berufung wollte allerdings auch gelebt werden und der Lebensweg schickte mir immer wieder Zeichen, die ich allerdings ignorierte. Bis ich 2019 einen Arbeitsunfall erleben musste, der mich gezwungen hat, umzudenken. Ich fing an, mich mit mir selbst zu beschäftigen und hinterfragte, wieso mir dieser Arbeitsunfall passiert ist. Ich konnte meine bisherige Arbeit nicht mehr ausüben, auch nach vielen Versuchen wie Reha usw. blieb nur noch mindestens eine Teilversteifung der Hand zur Wahl. Somit stand fest: Ich brauche eine Umschulung! Und ja..
Es war GLÜCK IM UNGLÜCK! Ich ergriff die Chance und begann 2021 eine Umschulung zum Psychologischen Berater und Coach. Damit kam ich meiner Berufung ein großes Stück näher. Ich durfte so viel lernen und mit mir selbst arbeiten. Ich merkte, wie ich immer freier mit mir selbst wurde. Im März 2024 fing ich an meine Selbstständigkeit aufzubauen, besuchte Weiterbildungen, was ich bis heute gerne mache, um den Menschen die bestmögliche Unterstützung und Hilfe bieten zu können.
Heute kann ich sagen, es musste alles genau so kommen wie es kam! Anders wäre ich nicht in der Lage gewesen, euch so unterstützen und helfen zu können, wie ich es nun tun kann. Ich bin sehr dankbar für alles, was mir widerfahren ist, um heute für euch da sein zu können.
Beruflicher Lebenslauf
Ausbildung:
Bäckereifachverkäufer
Beruflicher Werdegang:
Qualitätskontrolle
Teamleiter
Weiterbildung zum Presser und Einrichter
Umschulung:
Psychologischen Berater und Coach
Weiterbildungen:
Personal und Business Coach
Burnout & Resilienz Berater
Entspannungstherapeut (Cranio-Sacrale-Körperarbeit)
Energetic-System-Coach – Systemischer Berater: Bereich Familie